Bilder im Gesicht

Diese Beiträger häufen sich sicher in den letzten Wochen. Auch ich habe ganz viele Behelfsmasken genäht. In Summe sind es nun schon über 200. Getestet habe ich viele verschiedene Befestigungen, Faltungen, Schnitte und tatsächlich sind die Präferenzen der Tragenden genau so vielfältig wie die kursierenden Schnitte, Lösungen und Muster.

Beispiele für Formen und Befestigungen

Von links nach rechts mal etwas erklärt und je ein kurzer Gedanke dazu:

Ganz links das einfachste Modell, welches ich extrem gern auch selbst nutze und sehr viel vor Allem für Kinder und Jugendliche genäht habe. Nachdem ich davon die ersten Modelle fertig hatte habe ich auch einen veröffentlichten Schnitt hierfür gefunden. Manchmal hilft erst suchen wirklich, denn oft hatte schon jemand die gleiche Idee und man muss nicht alles zu Ende austüfteln 😉 . Aber wie gesagt sehr einfach. Aus nur einem Rechteck, mit Tasche um zusätzliches Filtermaterial einzulegen und mit Jerseyband zum Festbinden. Draht kann man wie bei allen Modellen einziehen.

Diese 60 Masken gingen an eine Klinik aus der Region.


Die zweite und dritte von links sind sehr ähnlich. Einmal wurde der 3-lagige Teil mit Jerseystreifen (4 cm breit) eingefasst und nur in einem Bereich knapp um die Behelfsmaske selbst zusammen genäht. Die Bänder sind recht breit, aber super angenehm und weich beim Tragen. Daneben der „Standard“ mit selbstgemachtem Schrägband aus der gleichen Baumwollwebware (in diesem Fall Bettwäsche) wie der Hauptteil selbst. Ist von der Dauerbeständigkeit beim Waschen die Beste Lösung, da alles Kochwäsche ist und kein Elasthananteil vorzeitig altern kann. Aber ist auch am langwierigsten beim Nähen und Zuschneiden. Dieses Modell habe ich für eine Klinik vor Ort, Physiotherapien und Ergotherapien genäht. Dort ist das einfach wichtiger als wenn unsereins „nur mal schnell“ einkaufen geht.

Das sind Modelle in Kindergröße. Davon sind einige für Maus und Äffchen, Freunde und auch die Notbetreuung der Schule entstanden. Die mittlerweile wieder zugänglichen Medizinprodukte passen ja auch leider nur sehr schlecht an Kinderköpfe, daher bin ich nun wieder doppelt froh, dass wir die Möglichkeit haben eine Behelfslösung selbst zu fertigen.


Ich persönlich verknote mir immer die Haare in egal welchem Band. Daher mag ich die letzten beiden Varianten auch sehr. Mit Wäschegummi oder Rundgummi, welcher nur fix hinter die Ohren kommt. Das ist je nach Kopfform und breite der Gummibandes allerdings schnell unbequem und reibt. Beim Nähen jedoch auch sehr fix.

Am laufenden Band.

Als Brillenträger und weil es definitiv mehr Schutz für das Gegenüber bringt haben wir privat alle definitiv einen Draht an der Nase. Aber auch das ist man einem Tragenden unangenehm. Den Kindern habe ich die Behelfsmasken auch ohne Draht genäht. Ich bin froh, dass sie jetzt die Knoten hinterm Kopf hinbekommen 😉 .
So nun aber genug dazu. Ich denke mittlerweile sind alle ganz gut ausgestattet und ich nutze meine Kurzarbeitszeit nun auch wieder für Anderes. Aber es ist einfach nur toll wie stark die Community sofort eingesprungen ist und wie vielen Institutionen und Menschen schnell durch Spenden geholfen werden konnte. Die Behelfsmasken, die ich genäht habe konnten auch nur durch Stoffspenden von Nachbarn und Freunden so schnell entstehen. Danke dafür!

Nun hoffe ich, dass meine (kurzen) Ausführung zu den unterschiedlichen Modellen vielleicht noch etwas Einblick bringen und räume die Kletterklamotten vom gestrigen Ausflug auf.

Liebe Grüße und bleibt gesund
Iris