Erwartung und Alltag

Wir alle leben im Ausnahmezustand-klare Sache. Aber wie wir damit umgehen und was wir aus dieser Zeit für unser weiteres Leben mitnehmen variiert sicher genau so stark wie der Umgang mit der sozialen Distanz, der extremen Nähe innerhalb der Familie und den umfangreichen Aufgaben zwischen Homeoffice und Homeschooling.
Jetzt könnte ich weit ausholen und philosophieren. Diesen Gedanken hängt wohl Jeder nach. Aber gut, ich möchte kurz berichten was die Situation uns bringt und was sie uns nimmt. Mir ist absolut bewusst, dass wir es gut haben-vermutlich viel besser als vielen, die mit der Gesamtsituation überfordert sind, um ihre Jobs bangen und den Bedürfnissen der Familie nicht mehr gerecht werden können. Klar könnte es besser sein. Eine Wohnung in der Stadt ohne wirklichen Hof/Garten ist mit 2 Kindern unter 10 wahrlich nicht optimal, aber die Wohnung ist groß und hell, die Elbe ist nah und unser Alltag funktioniert.

Der Individualsport im Wohnumfeld kommt hier nicht zu kurz [Im Playboat auf der Elbe]

Was sich definitiv geändert hat ist die Zeit mit den Kindern. Man kann so viel mehr gemeinsam machen. Selbst mit Vollzeitstelle im Homeoffice hat man doch mehr Zeit füreinander, da Arbeitswege wegfallen und die Zeiten flexibler an die Bedürfnisse der Familie anzupassen sind. Ich hoffe wirklich, dass es eine Wende im Denken der Chefetagen geben wird und nun mehr Angestellte diesen Luxus auch in Zukunft (tageweise) haben werden.

Die Maus beim Aufwärmen

Natürlich ist es einfacher, wenn die Kinder sich miteinander haben und in einem Alter sind, in welchem sie sich lange Zeit allein beschäftigen können. Zudem sind die Maus (8) und das Äffchen (6) doch ziemliche Nerds und Schulaufgaben sind meist kein Problem…naja außer Rechnen. Zitat Maus: „Also ich mag Mathe sehr. Ich liebe Geometrie und Knobeln und Probleme lösen, aber immer nur Rechnen nervt.“
Das Äffchen kommt dieses Jahr in die Schule damit ist es etwas schwerer, denn er möchte auch Aufgaben haben und die muss man dann eben erfinden. Die Maus hat ihm nun das Lesen beigebracht (die Großbuchstaben konnte er schon und es fehlte nur etwas bei den Kleinen) und das beschäftigt beide Kinder und erfüllt uns mit viel Freude, Phantasie und Geschichten.

Gern möchte ich daher in Zukunft auch über die Bücher schreiben, welche die Maus hier verschlingt. Ich werde zunächst das Tippen übernehmen, aber die Berichte werden von Ihr kommen.

Das Bücherregal musste erweitert werden

Außerdem spielen wir nun ganz viele Brettspiele- OK, das machen wir immer, aber es sind viele Spiele mehr zu viert seitdem die Kinder komplexere Regeln und Taktiken verstehen. Auch dazu später mehr.

Mittlerweile spielen wir alle vier Die Siedler von Catan mit der Städte und Ritter Erweiterung Wie das mit 2 Kindern (6 und 8) läuft berichte ich demnächst

Und noch der letzte neue Punkt. Wir erforschen viel mehr Bouldergebiete in der Nähe. Auch über diese und die Kindertauglichkeit hoffe ich ein wenig berichten zu können. Zunächst geht es dann aber doch erst einmal wieder um Nähkram, denn es gab viele Projekte. Neben (klar) Mund-Nase-Schutz für Familie, Freunde, Schule und kleine Praxen in der Nähe gab es wie immer das ein oder andere praktische Projekt für unseren Alltag und den von Freunden.

Zu diesem Projekt muss ich noch zurückkehren, aber Hose und Shirt sind selbst genäht

Morgen geht es also wieder an den Fels und ich bin gespannt welches Buch die Maus einpackt 😉 .

Liebe Grüße
Iris

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