Verpflegung unterwegs

Hej, hej!
Ich weiss ja nicht wie es anderen Familien geht, aber wenn wir einen Ausflug machen ist ein Rucksack immer randvoll mit Verpflegung. Die Kinder haben sobald sie an der frischen Luft sind einfach gefühlt nochmal doppelt so viel Hunger.
Normalerweise haben wir da einfach einige Dosen mit Gemüse und Broten dabei. Natürlich auch mal den ein oder anderen Snack. besonders beliebt sind Aufbackbrezeln bei den Monstern. Da unsere Ausflüge zumeist allerdings mit etwas mehr Gepäck verlaufen (wie man im Boulderbericht sieht sind Crashpads nicht klein) wird der Platz manchmal eng, denn es müssen auch Getränke für 4 dabei sein.


Aus vielen Beiträgen anderer kannte ich nun schon die Lunchbags und auch im letzten Skiurlaub hatte jemand eine dabei. Ich war bis dahin immer etwas skeptisch und hatte Angst darin zermanscht alles. Nunja war nicht so schlimm trotz im Schnee auf dem Rucksack liegen 😉 .
Also musste ein Testmodell her (rot). Als die Maus dieses sah kam sie gleich mit einem Stoff angerannt „Ich möchte einen daraus für die Schule, dann ist mehr Platz im Ranzen!“

Das Nähen ist denkbar einfach und die nächsten wird die Maus als Projekt haben. Ich suche ja immer gern Projekte für sie. Ohne die abgesteppten Nähte außen ist es definitiv auch was für kleine Nähende.

Als Material habe ich außen Baumwollwebware verwendet. Im Inneren der Lunchbags sollte das material ja weich genug, aber abwaschbar sein. Auf Grund der aktuellen Lage kommt der Gang in den Stoffladen nun wahrlich nicht in Frage und man nimmt was eben da ist. In diesem Fall ein alter Duschvorhang. Das macht sich wirklich gut.

Nicht auf den Bildern sind noch 2 weitere in grau mit dezenten Sternen, denn nach dem ersten Wochenende haben wir schon gemerkt, dass es die ultimative Lösung ist um auf dem Heimweg viel Platz im Rucksack zu haben und man hat auch gleich eine praktische Mülltüte.
Und weil wir so glücklich damit sind und es sicher nicht die Letzten waren, die mir von der Maschine hüpfen wandern die Lunchbags nun noch zum creadienstag und zu HOT.

Liebe Grüße und bleibt gesund
Iris

Kinder Näherei

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch mal was anderes zeigen. Die Maus näht nun seit einer Weile selbst und es wird auch immer besser…also geradere Nähte und allgemein verinnerlicht sie die Prozesskette und muss nicht mehr nach jedem Schritt fragen wie es nun weiter geht und was sie als nächstes machen muss. Das ist wirklich spannend zu beobachten.
Aber erst einmal mussten wir da die ganze Logistik lösen. Also wo, wie, was, welche Maschine, wieviel Hilfe????? Sehr viele W-Worte und ? die in der Luft schwirrten.
Tja eigentlich ist es doch ganz simpel. Das Kind kommt an den großen Esstisch im Wohnzimmer und nutzt vorerst meine Maschine. Da ich eh erst einmal daneben stand war es bis jetzt kein Problem, dass es für diese keinen Fingerschutz gibt.

Ja. So weit so gut, aber an das Pedal kam sie natürlich noch nicht. Daher haben wir es auf die Fußbank gestellt. Ungünstig war, dass diese aus Holz und relativ schmal ist und es irgendwie blöd darauf rum rutschte. Also haben wir fürs Nähen eine aus Kunststoff mit Anti-Rutsch Oberfläche angeschafft und nun klappt es deutlich besser.
An der Maschine haben wir die Geschwindigkeit aufs Minimum geregelt und damit kam sie erst einmal ganz gut zurecht. Auch die richtigen Knöpfe für die benötigten Stiche hat sie gleich beim ersten Projekt verinnerlicht. Bedienung also doch Kinderleicht 😀 und ich musste vorerst nur sagen wann was gemacht werden muss.

So entstand schon im Februar ein kleiner Beutel mit Gurtband als Henkel und sie war mega Stolz. Die Nähte gehen noch kreuz und quer, aber er hält bis jetzt bei regelmäßiger Nutzung. Das schwarze Garn hat ihr sehr geholfen die Naht besser verfolgen zu können.

Gleich im Anschluss musste dann ein weiteres Täschchen her und wir haben uns für ein Zaubertäschchen entschieden. Dabei habe ich dann nur die Wendeöffnung geschlossen und ihr sonst eher als menschliche Anleitung beigestanden. Es hat richtig gut geklappt und auch den Kam Snap hat sie an der richtigen Position reingedrückt.

Den Zuschnitt macht sie auch alleine mit der Kinderschere. Bei Webware funktioniert das ganz gut. Die Schnittmuster hat sie mit einer Pappe als Vorlage auf den Stoff gezeichnet normal nur auf Papier gedruckt hat nicht so gut geklappt da es eher knautschig war. Mit der Vorlage auf Pappe geht es prima.

Tja und nun hat sie drauf bestanden auch Kleidung für sich selbst zu nähen. Wir haben uns für Schnabelinas Röckli (hier) aus Webware entschieden. Dieser wurde dann auf einer Jenome SewMini fertiggestellt und sie hat damit dann eine Maschine ohne Elektronik und als Kindermaschine ausgeschriebene getestet. Dabei ist dann auch die Geschwindigkeit über das Pedal reguliert (an meiner war sie ja minimal gestellt und somit egal wie doll sie aufs Pedal tritt) und es lief erstaunlich gut.

 Das dies der neue Lieblingsrock ist muss man wohl nicht weiter ausführen.

Geholfen habe ich hierbei nur noch beim Erklären in welcher Reihenfolge die Teile zusammen genäht werden und am Ende das Bündchen mit der Ovi angenäht. Das halte ich doch für noch zu kompliziert mit dem gleichmäßigen Dehnen. Besonders stolz ist sie auf die Spitze am Saum.

Und nun freue ich mich, dass ihr einziger Wunsch zu Weihnachten eine eigene Maschine ist und ich mich nach nur 3 Monaten grübeln für eine entscheiden konnte 😀 .

Mit diesen einzigartigen Kindernähereien gehe ich zum Freutag, denn aml ehrlich wie kann man sich da nicht einfach nur (mit) freuen?

Liebe Grüße
Iris

Chalkbags für die Freu(n)de

Hallo Ihr Lieben,

so nun endlich mal wieder ein Nähzeug-Post. Entstanden sind in etwas abgewandelter Form zur hier gezeigten Anleitung zwei Chalkbags für meine Kletterbegleitungen. Beide sind aus Leder und dadurch robust und abwaschbar. Das hat sich bei meinem und dem für die Maus (hier neben ihrer Hose zu sehen) ja bewährt. Da es um meinen allerdings Streit mit dem Herren im Haus gab hier nun sein neuer Begleiter:

Hier habe ich die Maße abgewandelt und das ganze um 4 cm höher gestaltet. Dazu habe ich seitlich eine Schlaufe aus Gurtband mit einem D-Ring angebracht. Er hat da jetzt noch einen kleinen Karabiner für den Spintschlüssel und ähnliches dran.

 Wichtig war Ihm, dass es nicht zu bunt wird, aber Quatsch darf natürlich sein. Daher wird das Zugband nun von einem Sternchen Kordelstopper ausgek***t. Das Kerlchen habe ich mal am Straßenrand gefunden da lag es ganz traurig rum und durfte mitkommen.

Eine weitere Abwandlung ist die Anbringung der Gurtbanschlaufen hinten am Beutel. Ich habe zunächst eine Schlaufe genäht, aber noch 4 cm vom Gurtband frei gelassen. Das wurde dann unter den umgeschlagenen Rand des Innensackes geschoben und mit diesem angenäht. Das hält bis jetzt ganz gut, denn all zu viel Belastung ist an der Stelle nicht.
Der zweite Beutel ging an einen Freund (der mir dafür jetzt Pizza mit Käserand versprochen hat ich bin gespannt auf die Kochkünste 😀 ).

 Hier durfte es bunt sein und die Abmessungen entsprechen meinem Chalkbag. Weil das rote Leder etwas dicker ist war meine Maschine der Meinung man müsse den Kreuzungspunkt nicht absteppen, daher ist dieser kleine Berg entstanden. Find ich auch sehr passend und wurde auch vom neuen Besitzer freudig als Hingucker entdeckt.

 Zusätzlich zu einer kleinen Gurtbandschlaufe an der Seite gibt es bei diesem Exemplar noch ein Band mit Mini-Karabiner für den Schlüssel und Ähnliches. Dieses habe ich genau wie die hinteren Schlaufen mit unter dem Rand des Innenbeutels befestigt.

 Zugezogen sieht das dann so aus und wenn ich noch weiter darüber nachdenke mag ich am liebsten gleich wieder Bouldern gehen 🙂

Und weil sich alles so über die Chalkbags gefreut haben und ich mich wohl noch viel mehr freue endlich mal wieder was zu zeigen gehen die zwei nun zum Freutag.

Liebe Grüße
Iris

It’s bigger on the inside…

Hallo,

ein kurzes Lebenszeichen 🙂 .
Ich nähe weiterhin meine Adventskalender mit, aber die Zeit wird gerade knapp mit dem Bloggen und Weihnachten und sowieso leben 1.0, aber die Tasche die diesen Dezember bei farbenmix genäht wurde wollte ich euch nicht vorenthalten.
Hier also nun meine „mitwachs-Tasche“ oder wie man beim Dr. feststellen würde: „It’s bigger on the inside…“.

 Aus Jeans, Webware und dem wunderbaren Dekostoff mit einem Stadtplan von London (hihi noch passender zum Dr.) ist der Seesack entstanden.

Als Verschlüsse dienen Kordelzüge mit Ösen (außen) und Tunnel (Erweiterungsteil) und getragen werden kann die Tasche mit den kurze Trägern oder einem durch Snaps verstellbaren Schultergurt.
Innen gibt es noch eine Einstecktasche und einen Schlüsselring, die f+r etwas mehr Ordnung sorgen.

So und das wars dann auch schon mit der kurzen Anwesenheit hier 🙂 .

Liebe Grüße
Iris