Last Minute Kuschelrock

Hallo ihr Lieben,
gestern habe ich noch ein Geschenk kurz vor knapp genäht. Einen kuscheligen Sweat-Rock für eine kleine Dame. Kombiniert habe ich mit Webware für die Eingrifftasche vorn.
Und weils so einfach ist hier eine fixe Anleitung für die von euch, denen auch noch ein Geschenk fehlt:
 Man benötigt etwas Sweat, nach Bedarf einen Kombistoff für eine Eingriffstasche vorn und Bündchen. Die zu Beschenkende sollte dann noch vermessen werden.
Zunächst den Hüftumfang messen und die gewünschte Länge. Da der Rock eher enger und zum über eine Strumpfhose/Leggins ziehen wird sollte es maximal Knielang sein.
Ich habe bei der Maus gemessen und einen Umfang von 63 cm, sowie eine Länge von 27 cm ermittelt. Zum Umfang addiere ich 10 cm, sowie eine Nahtzugab und halbiere dann das Ergebnis und runde es auf einen für mich sinnvollen Wert, am Besten aufrunden, (77 cm/2–> 39 cm) Für Die Länge muss ich das Bündchen und eine Saumzugabe beachten, schneide also einfach die 27 cm zu. Das hebt sich dann schon auf. Das Bündchen für den Bauch in gewünschter Breite zuschneiden. Die Länge ist wie immer Umfang*0,75.

Der Kombistoff für die Tasche kann aus Jersey oder Webware sein. Eine zweite Schicht Sweat wird dann zu dick. Ich habe Webware genutzt und einfach die beiden oberen Ecken als Tascheneingriff abgeschnitten. Die Kante kann nun nach Wunsch gesäumt werden. Einfach umfalten, Mit Schrägband oder Paspel einfassen oder ein Bündchen anbringen.

 Ich habe Bündchen angebracht und abgesteppt. Nun den Taschenteil auf einem der Rechtecke Links auf Rechts feststecken, das zweite Rechteck rechts auf rechts auflegen (es sind nun 3 Schichten Stoff) und die Seitennähte schließen.

 Auch das Bauchbündchen schließen.

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 Man hat jetzt also 2 Schläuche. Das Bündchen falten, sodass es doppelt liegt und vierteln (Markieren), Den Rockteil wenden und darauf achten, dass die beiden Lagen am Vorderteil noch oben zusammen gesteckt sind.

Das Bündchen an den Seitennähten, sowie der vorderen und hinteren Mitte feststecken und darauf achten, dass auch die obere offene Kante des Taschenteils gefasst wird.

 Bündchen annähen und nun ist der Rock auch schon fast fertig.

Ich habe noch unten rundrum mit der Ovi versäubert weil die Webware sonst ausfranst. Bei Jersey ist das nicht nötig. Unten die Saumzugabe feststecken, absteppen (Ich habe einen einfachen Zick-Zack-Stich verwendet) und fertig.

Dauerte bei mir mit Stoffauswahl und „helfenden“ Kindern 20 Minuten gedauert. Also ein wirklich fixes Projekt ohne Drucken und Kleben 🙂
Zusätzlich entstand eine weitere Version mit kürzerer Tasche, gerundetem Eingriff und einer Trapezform im Rockteil.

Tja ich darf nun noch mehr davon machen, da die Maus jetzt einen eigenen braucht. Ist klar.
Die Maße kann man auch einfach aus den gängigen Größentabellen entnehmen. Die Tascheneingriffe gehen sicher auch gerundet und auch eine Trapezförmig etwas ausgestellte Form ist ja ganz einfach möglich. Ich mag so simple Projekte, die dennoch was hermachen gern und wünsche nun schon einmal allen eine schöne Weihnachtszeit.


Liebe Grüße
Iris

Kinder Näherei

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch mal was anderes zeigen. Die Maus näht nun seit einer Weile selbst und es wird auch immer besser…also geradere Nähte und allgemein verinnerlicht sie die Prozesskette und muss nicht mehr nach jedem Schritt fragen wie es nun weiter geht und was sie als nächstes machen muss. Das ist wirklich spannend zu beobachten.
Aber erst einmal mussten wir da die ganze Logistik lösen. Also wo, wie, was, welche Maschine, wieviel Hilfe????? Sehr viele W-Worte und ? die in der Luft schwirrten.
Tja eigentlich ist es doch ganz simpel. Das Kind kommt an den großen Esstisch im Wohnzimmer und nutzt vorerst meine Maschine. Da ich eh erst einmal daneben stand war es bis jetzt kein Problem, dass es für diese keinen Fingerschutz gibt.

Ja. So weit so gut, aber an das Pedal kam sie natürlich noch nicht. Daher haben wir es auf die Fußbank gestellt. Ungünstig war, dass diese aus Holz und relativ schmal ist und es irgendwie blöd darauf rum rutschte. Also haben wir fürs Nähen eine aus Kunststoff mit Anti-Rutsch Oberfläche angeschafft und nun klappt es deutlich besser.
An der Maschine haben wir die Geschwindigkeit aufs Minimum geregelt und damit kam sie erst einmal ganz gut zurecht. Auch die richtigen Knöpfe für die benötigten Stiche hat sie gleich beim ersten Projekt verinnerlicht. Bedienung also doch Kinderleicht 😀 und ich musste vorerst nur sagen wann was gemacht werden muss.

So entstand schon im Februar ein kleiner Beutel mit Gurtband als Henkel und sie war mega Stolz. Die Nähte gehen noch kreuz und quer, aber er hält bis jetzt bei regelmäßiger Nutzung. Das schwarze Garn hat ihr sehr geholfen die Naht besser verfolgen zu können.

Gleich im Anschluss musste dann ein weiteres Täschchen her und wir haben uns für ein Zaubertäschchen entschieden. Dabei habe ich dann nur die Wendeöffnung geschlossen und ihr sonst eher als menschliche Anleitung beigestanden. Es hat richtig gut geklappt und auch den Kam Snap hat sie an der richtigen Position reingedrückt.

Den Zuschnitt macht sie auch alleine mit der Kinderschere. Bei Webware funktioniert das ganz gut. Die Schnittmuster hat sie mit einer Pappe als Vorlage auf den Stoff gezeichnet normal nur auf Papier gedruckt hat nicht so gut geklappt da es eher knautschig war. Mit der Vorlage auf Pappe geht es prima.

Tja und nun hat sie drauf bestanden auch Kleidung für sich selbst zu nähen. Wir haben uns für Schnabelinas Röckli (hier) aus Webware entschieden. Dieser wurde dann auf einer Jenome SewMini fertiggestellt und sie hat damit dann eine Maschine ohne Elektronik und als Kindermaschine ausgeschriebene getestet. Dabei ist dann auch die Geschwindigkeit über das Pedal reguliert (an meiner war sie ja minimal gestellt und somit egal wie doll sie aufs Pedal tritt) und es lief erstaunlich gut.

 Das dies der neue Lieblingsrock ist muss man wohl nicht weiter ausführen.

Geholfen habe ich hierbei nur noch beim Erklären in welcher Reihenfolge die Teile zusammen genäht werden und am Ende das Bündchen mit der Ovi angenäht. Das halte ich doch für noch zu kompliziert mit dem gleichmäßigen Dehnen. Besonders stolz ist sie auf die Spitze am Saum.

Und nun freue ich mich, dass ihr einziger Wunsch zu Weihnachten eine eigene Maschine ist und ich mich nach nur 3 Monaten grübeln für eine entscheiden konnte 😀 .

Mit diesen einzigartigen Kindernähereien gehe ich zum Freutag, denn aml ehrlich wie kann man sich da nicht einfach nur (mit) freuen?

Liebe Grüße
Iris

Büro-Rums

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich mal von so typischen Problemchen berichten die ich bei Kaufkleidung habe. Wir wissen ja alle nur zu gut, dass jede Frau irgendwie irgendwo etwas anders gebaut ist als die Nächste. Manche haben mehr Rundungen, andere zu lange Arme für jedes Shirt und mal ehrlich wer hat sich das ausgedacht, dass Frau angeblich mit steigender Konfektionsgröße auch immer wächst? Als ob man mit breiter Hüfte auch gleich ewig lange Beine haben müsste…nunja so ist das nunmal und genau dadurch ist eine einheitliche Normung von Konfektionsgrößen schlicht und ergreifend ein endloses Unterfangen. Es wird immer wieder versucht und auf Durchschnittswerte angeglichen, aber wer ist schon durchschnittlich?

Klar die meisten Dinge sind Luxusproblemchen, aber hey…dann ist das eben so. Meines ist schon seit Langem ein breites Kreuz und sonst nicht so viel dran wie laut Norm dazugehören würde. Denn nur wer in den Schultern und Oberarmen ne 40/42 trägt muss dann nicht auch beim Brustumfang oder der Hüfte in diese Größe passen.
Seitdem ich viel Bouldern gehe wurde das „Problem“ sogar noch schlimmer…der Schwabbelrest am Bauch verschwindet langsam und Schultern und Oberarme…jup, die werden mehr 😀 Fazit: Nix ordentliches passt mehr. Alle Blusen spannen entweder am Arm oder hängen wie ein nasser Sack. Klar könnte ich das alles ändern, aber ich habe mich entschieden einen anderen Weg zu gehen der auch bequemer ist 🙂 .

Zumindest eine Bluse wurde jetzt durch ein „ordentliches“ Shirt ersetzt und klar ist das nicht Super-Schicki-Micki, aber für meinen Job passt es gut.

Passend dazu habe ich nun auch eine Verwendung für meinen Volantstoff gefunden (oder wie auch immer man es nennen will). Der einfache Rock ist auch gleich sehr bequem. Den Schnitt dazu habe ich an Hand meines Poumfanges e´selbst gemacht und oben einen Bund mit breitem Gummi drin angenäht, damit auch nix rutscht und es dennoch bequem bleibt.

Genäht habe ich eine gekürzte Version des Kleids Aito aus dem Näähglück Adventskalender 2016. Dabei wurde das Vordere Schnittteil einfach doppellagig gearbeitet, eine Lage aus dem grünen Jersey und die zweite aus der schönen elastischen Spitze.

Über diese Zusammenstellung freue ich mich wirklich und geh gleich mal schauen was heute so bei Rums gezeigt wird.

Liebe Grüße
Iris
Ich kann leider noch immer keine Kommentare schreiben weil mein GoogleKonto in den Feldern nicht erkannt wird. Also auch nicht hier antworten. Falls wer eine Idee hat woran das liegen könnte wäre ich sehr dankbar, denn so ist das irgendwie blöd bei all den schönen Dingen nichts schreiben zu können.